Die Malediven – Paradies in Türkis

Die Malediven sind ein Sehnsuchtsziel für alle, die Robinsonaden auf einer einsamen Insel, eine grandiose Unterwasserwelt und viel Privatsphäre suchen.

Wovon träumen wir, wenn wir an das Paradies denken? Von kristallklarem Wasser, Palmen und puderweichem Sand? Von Weite, Stille, Einsamkeit? Die Malediven, jene Aneinanderreihung von fast 1.200 Inseln südlich von Indien, bieten genau das. Oder können Argumente wie diese nicht überzeugen: ein endloses Ensemble aus Inseln und Eilanden, umfriest von Korallenriffen? Eines davon ist schöner als das andere. Dazu blütenweiße Sandstrände, türkisfarbene Lagunen, völlige Abgeschiedenheit und ganzjährige Wohlfühltemperaturen, die selten unter 25 Grad fallen. Die Malediven sind ein Bilderbuchparadies, ein tropischer Garten Eden!

Sehr einladend: Family-Beach-Villa des Joali Maldives.

Über einen Zeitraum von Zehntausenden von Jahren haben Myriaden von Korallenpolypen die 26 kleinen und größeren Atolle der Malediven erschaffen. Die Unterwasserwelt der Inselrepublik, deren Name übersetzt einfach nur „Inselkette“ bedeutet, ist legendär: Tropische Fischschwärme, riesige Korallen und vielerorts eine Unterwasser-Sicht von bis zu 50 Metern sorgen für atemberaubende Schnorchel- und Tauchgänge. „Es sind Erlebnisse, die man sonst nur im Great Barrier Reef in Australien hat“, sagt Franziska Hoffmann, Reisedesignerin für den Indischen Ozean bei Designreisen.

Die meisten der knapp 1.200 Inseln sind unbewohnt. Auf nur 220 von ihnen leben Menschen, etwa 140 dienen als Hotelinseln. Gerade im Luxussegment gibt es hier eine Vielzahl an Hotels unterschiedlicher Couleur. „Auf den Malediven wohnt man entweder in klassischem Luxus oder im Robinson-Style wie beispielsweise in den Hotels der Soneva-Gruppe“, sagt Hoffmann. „Der Standard an Villen, Einrichtungen und Service hier ist enorm.“ In puncto Villen unterscheidet sich die Inselgruppe von Mauritius und den Seychellen, denn dort kommen die Gäste in der Regel in großen Gebäuden unter. Private Villen wie beispielsweise bei Soneva sind eher die Ausnahme.

Sehr spektakulär: Schnorcheln mit Walhaien im Baa-Atoll nahe dem Soneva Fushi.

Für ihren Traum vom Tourismus haben Sonu und Eva Shivdasani, die Besitzer von Soneva, auf den Malediven zwei irdische Paradiese geschaffen: Soneva Fushi und Soneva Jani. Das Soneva Jani beispielsweise liegt in einem smaragdfarbenen Paradies auf der Insel Medhufaru im Noonu-Atoll in einer fünf Kilometer langen Lagune. Die 50 exklusiven „Water Retreats“ und „Water Reserves“ könnten dem Bilderbuch entsprungen sein, denn sie scheinen auf dem Wasser zu schweben. Die Dächer der zweistöckigen Villen lassen sich per Knopfdruck zurückfahren, sodass man unter dem Sternenhimmel (und doch geschützt im kuscheligen Bett) schlafen kann.

NO SHOWS, NO NEWS

„Luxus bedeutet, im Einklang mit sich und seiner Umgebung zu sein“, sagt Sonu Shivdasani. „Das eine geht ohne das andere nicht. Mit unseren Resorts schaffen wir Orte, die unsere Gäste zu sich selbst bringen, damit sie die Hektik und die ständige Reizüberflutung des Alltags hinter sich lassen.“ Dem Soneva-Chef geht es um ein bewusstes, achtsames Zelebrieren des Wohlstands. Ziel ist es, den Gästen Erlebnisse zu bieten, die begeistern und gleichsam die Erdverbundenheit stärken. Einer der Grundsätze ist der Barfußluxus: Wer ein Soneva-Resort betritt, der gibt seine Schuhe an der Rezeption ab. „Denn keine Schuhe anzuhaben, bedeutet viel mehr, als nur barfuß zu gehen. Mit jedem Schritt fallen Zivilisationsballast und das Ego, das uns ständig antreibt, von uns ab“, sagt Shivdasani.

Sehr tiefgehend: Schnorcheln nahe dem One & Only auf der Insel Reethi Rah im Nord-Malé-Atoll

Auf den Malediven gibt es mehr als ein Dutzend Hotels der obersten Kategorie. Dazu zählt neben den beiden Soneva-Häusern zum Beispiel auch das Milaidhoo Maldives Resort. Es liegt auf einer nur 5,4 Hektar großen Insel im Baa-Atoll und bietet luxuriöse Villen, perfekten Service und Küche vom Feinsten. Die lichtdurchflutete Architektur macht jeden Aufenthalt zum Vergnügen. Weitere Sehnsuchtsorte sind das jüngst eröffnete Joali Maldives mit seinem grandiosen Spa und das Six Senses Laamu. Im einzigen Resort im Laamu-Atoll werden Nachhaltigkeit und Service großgeschrieben. Dazu kommt auch hier Küche auf allerhöchstem Niveau: Im auf zwei Etagen über dem Wasser liegenden Restaurant „Longitude“ werden internationale Gerichte der Spitzenklasse serviert. Fangfrischen Fisch und Produkte aus dem eigenen Biogarten gibt es im „Leaf“. Das „Zen“ kreiert für maximal zwölf Personen japanisch-maledivische Spezialitäten aus der Fusionsküche.

„Auch das macht die Malediven aus“, sagt Designreisen-Expertin Franziska Hoffmann. „Die Küche dort ist extrem gesund und vielfältig.“ Es gebe auf den Malediven eigentlich alles: Mediterran, Indisch, Japanisch und natürlich immer frischen Fisch und erlesene Weine. Das Schöne daran: Abends beim Essen geht es völlig entspannt zu. „Das kleine Schwarze kann getrost zu Hause bleiben“, sagt Hoffmann. „Denn einen Dresscode gibt es auf den Malediven nicht. Wer Lust hat, der geht einfach barfuß zum Essen.“ Mal völlig aussteigen? Die Malediven machen genau das möglich.