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Zugspitzbahn: Ein Berg. Eine Region. 100 Jahre Pioniergeist.
Sie thront über Ehrwald, markant und majestätisch, ein Fixpunkt in der Silhouette der Alpen: die Zugspitze. Seit einem Jahrhundert führt von ihrer Tiroler Seite ein außergewöhnlicher Weg hinauf in die hochalpine Welt. 2026 feiert die Tiroler Zugspitzbahn ihr 100-jähriges Bestehen – und damit eine Geschichte von visionärem Unternehmergeist, technischem Wagemut und der besonderen Beziehung einer ganzen Region zu „ihrem“ Berg.
Sie thront über Ehrwald, markant und majestätisch, ein Fixpunkt in der Silhouette der Alpen: die Zugspitze. Seit einem Jahrhundert führt von ihrer Tiroler Seite ein außergewöhnlicher Weg hinauf in die hochalpine Welt. 2026 feiert die Tiroler Zugspitzbahn ihr 100-jähriges Bestehen – und damit eine Geschichte von visionärem Unternehmergeist, technischem Wagemut und der besonderen Beziehung einer ganzen Region zu „ihrem“ Berg.
Geschichtsträchtiger Moment

Als am 5. Juli 1926 die damalige Österreichische Zugspitzbahn ihren Betrieb aufnahm, schrieb man Seilbahngeschichte. Als erste Seilbahn Tirols und zweite Österreichs machte sie den Gipfel einem breiten Publikum zugänglich. Hinter dem kühnen Projekt stand der Rechtsanwalt und Unternehmer Dr. Hermann Stern. Seine Vision: die Zugspitze von Ehrwald aus mit einer Seilbahn zu erschließen.

Der Weg dorthin war von enormen technischen Herausforderungen und einer entbehrungsreichen Bauzeit geprägt. Doch Sterns Lebensgeschichte erzählt nicht allein von Pioniergeist und Erfolg. Als Jude verfolgte und entrechtete man ihn in der Zeit des Nationalsozialismus. Sein Lebensweg nahm ein tragisches Ende.

Diese menschliche Dimension der Zugspitzgeschichte rückt im Jubiläumsjahr das Theaterstück „Sterntaler für die Zugspitze“ in den Mittelpunkt. Autorin und Regisseurin Claudia Lang-Forcher zeichnet darin den Weg des Bahngründers von der herausfordernden Bauzeit bis zu seinem tragischen Lebensende nach. Mehr als 25 Darsteller der „Kulissenschieber Ehrwald“, aufwendige Bühnenbilder und dramatische Musik machen die Geschichte der „Himmelsstürmerin“ als emotionales Zeitpanorama erlebbar.

Jubiläum einer Ikone
Dass Vergangenheit und Gegenwart dabei eng miteinander verbunden sind, zeigte auch der 100. Geburtstag am 5. Juli 2026. Zur Jubiläumsfahrt auf den Gipfel kamen neben Tirols Landeshauptmann Anton Mattle und den Gesellschafterfamilien auch Enkel, Urenkel und Ururenkel Hermann Sterns – eine besondere Würdigung jenes Mannes, mit dessen Vision alles begann.

Die Bahn selbst hat in ihrem Jahrhundert bewegte Zeiten erlebt. Sie wurde modernisiert und immer wieder neu gedacht. Ende der 1980er-Jahre übernahm die Familie Dengg die Tiroler Zugspitzbahn vom Land Tirol. Sie stellte die Weichen für eine neue Ära. Einer, der diese Entwicklung entscheidend mitgeprägt hat, ist Franz Dengg. Der aus einer Unternehmerfamilie im Zillertal stammende Seilbahn- und Tourismusunternehmer fand in Ehrwald eine zweite Heimat. Heute führen Franz und Klaus Dengg gemeinsam die Geschäfte der Tiroler Zugspitzbahn – mit dem Anspruch, das Erbe der Pioniere verantwortungsvoll in die Zukunft zu tragen.

Wahrzeichen einer Region
Längst ist die Bahn weit mehr als ein Transportmittel. In rund zehn Minuten bringt sie bis zu 100 Gäste auf 2.962 Meter Höhe. Oben öffnet sich der Blick über die Bergwelt von vier Ländern; eine interaktive Ausstellung erzählt die Geschichte der Bahn. Und auch abseits des Gipfels entfaltet die österreichische Zugspitzregion ihren besonderen Reiz: Wanderwege führen über die Ehrwalder Alm, glasklare Seen liegen wie alpine Juwelen zwischen mächtigen Gipfeln, im Winter wird die Landschaft zur Bühne für Skifahrer und Langläufer.

Nur wenige Schritte von der Talstation entfernt setzt sich die touristische Geschichte am Fuße des Berges fort. Hier befindet sich das Zugspitz Resort, dessen Geschäftsführer Franz Dengg ist. Was Mitte der 1970er-Jahre mit einem Appartementhaus und Campingplatz begann, wurde über Jahrzehnte erweitert und modernisiert und präsentiert sich heute als hochklassiges Familienresort. Die Zugspitze bleibt dabei allgegenwärtig – als imposante Kulisse, Sehnsuchtsort und Ausgangspunkt für alpine Erlebnisse.

Zum 100. Geburtstag schließt sich so ein Kreis. Was mit Hermann Sterns beinahe verwegener Vision begann, ist heute Teil der Identität einer ganzen Region. Für Franz Dengg gilt es, diese Einzigartigkeit auch für kommende Generationen zu bewahren: Die Zugspitze sei, so formuliert er es, „ein Stück Identität für unsere Region“. Ein Gedanke, der Vergangenheit und Zukunft vielleicht am schönsten verbindet. Denn auch nach 100 Jahren ist die Faszination ungebrochen – der Wunsch, dem Himmel für einen Augenblick ein Stück näher zu sein.
Weitere Informationen: zugspitze.at