SPANISCHE HAUTE CUISINE HAUTNAH!

Zu Ihrer Reiseplanung gehört unbedingt die Recherche zu typischen Gerichten, lokalen Spezialitäten und den besten Restaurants in Ihrem Reiseziel? Dann lieben Sie ohne Zweifel die gute Küche und werden in Spanien auf Ihre Kosten kommen. Wir nennen Ihnen fünf Gründe, warum Sie von den typischen Gerichten und Produkten, den Chefköchen und Restaurants Spaniens begeistert sein werden. Sind Sie bereit für eine unvergessliche kulinarische Reise?

 

Genuss pur! © El-Corral-del-Indianu

1. Eine weltoffene Küche

Die aktuelle spanische Küche ist das Ergebnis jahrhundertelanger Entwicklungen und geprägt von den geographischen Merkmalen und historischen Geschicken des Landes. Dies zeigt sich zum einen in den hochwertigen und äußerst vielfältigen Zutaten. Auf der anderen Seite haben verschiedene Kulturen die kulinarische Tradition Spaniens bereichert. So reichen die Einflüsse von den Saucen der Phönizier bis zum berühmten Olivenöl, das die Griechen nach Spanien brachten. Wussten Sie beispielsweise, dass die Gazpacho auf ein arabisches Rezept zurückgeht? Ohne ihre Wurzeln zu verlieren, ist die Küche Spaniens jedoch auch für internationale Einflüsse offen, was zu intelligenten und raffinierten Kombinationen führt.

Spanische Küche in ihrer schönsten Form. © La Finca

2. Die Mittelmeerkost

Allen Entwicklungen zum Trotz gibt es etwas, das in der spanischen Esskultur Bestand hat: die mediterrane Ernährung. Sie sorgt nachweislich für mehr Gesundheit und Wohlbefinden und wurde 2010 in das Immaterielle Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Die mediterrane Küche ist tief in der spanischen Gastronomie verwurzelt und wird zunehmend als wertvolles Gut angesehen und gepflegt. Dazu gehört auch, dass bei der Auswahl der Zutaten stets Wert auf beste Qualität und Frische gelegt wird und die typischen Produkte, welche die Küche einer Region prägen, einen besonderen Stellenwert innehaben. Diese Produkte finden Sie in den Markthallen und Tapasbars, aber auch in den vielen Sternerestaurants im ganzen Land wieder.

Immer wichtiger wird für die spanische Haute Cuisine auch ihre Verantwortung für die Umwelt. Einige Küchenchefs, wie Ángel León aus Cádiz oder der baskische Koch Eneko Atxa, haben sich von den Zutaten über die Zubereitung bis hin zur Bauweise und Energieversorgung ihrer Restaurants ganz der Nachhaltigkeit verschrieben.

Haute Cuisine im Zeichen der Nachhaltigkeit © El-Corral-del-Indianu

3. Exzellente Produkte

Eines der beliebtesten Produkte ist sicherlich der Schinken. Ein echter Jamón Ibérico mit einer der vier geschützten Herkunftsbezeichnungen Guijuelo (Salamanca), Dehesa de Extremadura (Cáceres und Badajoz), Jabugo (Huelva) und Los Pedroches (Córdoba) ist eine wahre Delikatesse. Und auch unsere Käsespezialitäten sind hervorragend und preisgekrönt. Über 100 verschiedene Käsesorten für jeden Geschmack gibt es spanienweit. Neben bekannten Sorten wie dem Manchego-Käse gibt es noch weitere Schmankerl zu entdecken: zum Beispiel den Hartkäse Queso Zamorano aus Castilla y León, den Ziegenkäse Queso Camerano aus La Rioja oder der Queso de Murcia al Vino, der im Laufe der Herstellung mit Rotwein aus der Region behandelt wird.

Ein weiteres Aushängeschild unserer Gastronomie ist das native Olivenöl. Spanien ist der weltweit größte Produzent von nativem Olivenöl, für dessen Qualität bisher 27 geschützte Ursprungsbezeichnungen bürgen. Die vier wichtigsten Olivenöl-Sorten sind Picual, dessen intensiver Geschmack am besten mit Fleischgerichten wie Tartar oder Carpaccio harmoniert, Cornicabra, dessen leichte Schärfe hervorragend zu Fisch oder Meeresfrüchten passt, Arbequina, das einen sehr weichen Geschmack hat und zum Frühstückstoast passt, und Hojiblanca, welches gerne für Salate genutzt wird.

Wichtige Geheimzutaten der spanischen Küche sind außerdem Safran und Trüffeln. Die Wiege des Safrans in Spanien liegt in der Region La Mancha, wo in Consuegra jedes Jahr zu Ehren des wertvollen Gewürzes die „Fiesta de la  Rosa del Azafrán“ gefeiert wird. Während Safran auch als „Rotes Gold“ bezeichnet wird, ist Trüffel als “Schwarzer Diamant” der Gastronomie bekannt. Die schwarzen Trüffeln oder Wintertrüffeln stammen vorwiegend aus dem Nordosten Spaniens, vor allem aus den Provinzen Soria und Teruel. Dort liegt das Zentrum der spanischen Trüffelproduktion und macht Spanien zu einem der größten Trüffel-Produzenten der Welt.

Hier speisen Sie wie die Götter: im AUGA-Restaurant © Kike-Llamas.

4. Sterneköche: Spanische Kreativität

Die Qualität und Kreativität der spanischen Haute Cuisine machen sie zu einer der besten der Welt, wie anerkannte internationale Rankings bestätigen. So führt der berühmte Guide Michelin 2020 über 200 Sternerestaurants in Spanien auf, davon 174 mit einem Stern, 29 mit zwei und 11 mit drei Michelin-Sternen, der höchsten Auszeichnung. Somit ist Spanien das Land mit den zweitmeisten Drei-Sterne-Restaurants Europas. Außerdem gehören sieben Restaurants Spaniens zu den „World’s 50 Best“, eine weitere hoch angesehene internationale gastronomische Anerkennung, die von der Fachzeitschrift „Restaurant Magazine“ vergeben wird.

Bereits Ende der 90er-Jahre machte sich eine neue Generation spanischer Chefköche über die Landesgrenzen hinaus mit ihrer Kreativität einen Namen und brachte Spanien an die Spitze der internationalen Küche, wo sie weiter mit den Ton angibt. Kochkünstler wie Juan Mari Arzak, Martín Berasategui oder Ferran Adrià verschrieben sich einer Küche, die ein umfassendes sinnliches Erlebnis anstrebt, um die Gerichte mit allen fünf Sinnen zu genießen und Emotionen zu wecken. Das Ergebnis ist eine einmalige, bahnbrechende Küche in ständigem Wandel.

Zu den Merkmalen der spanischen Haute Cuisine gehört es jedoch auch, dass sie sich einem breiten Publikum öffnen will. Somit hat die Haute Cuisine im engeren Sinne auch Einfluss auf die spanische Gastronomie im Allgemeinen, sodass man auch in zahlreichen Gastrobars oder Tavernen raffinierte Gerichte mit hochwertigen Zutaten und Spitzentechniken finden kann. Eine weitere Besonderheit sind die Autoren-Tapas: Kochkunst im Kleinformat mit einer subtilen gastronomischen Botschaft, die man am besten in Form eines Degustationsmenüs probiert.

Auch international wird die spanische Küche von Kennern gefeiert. © Kike-Llamas.

5. Die perfekte Verbindung

Man kann nicht von der spanischen Küche sprechen ohne auch über Wein zu sprechen. So werden die Vorschläge der spanischen Haute Cuisine schon mit Blick auf die dazu passenden Weine konzipiert. Entsprechend werden in den renommiertesten Restaurants des Landes Gesamterlebnisse angeboten, bei denen die besten Menüs mit der Verkostung verschiedener Tropfen kombiniert werden, die perfekt zu den einzelnen Gerichten oder Gängen passen. Insgesamt gibt es in Spanien mehr als 90 geschützte Herkunftsbezeichnungen für Weine. Auch hier lohnt es sich, über den Tellerrand zu blicken und unbekanntere Weinregionen wie beispielsweise die Kanaren oder die flächenmäßig größte Weinbauregion der Welt in Castilla-La Mancha zu entdecken. Eine weitere Möglichkeit die spanische Weinkultur kennenzulernen sind die Weinstraßen, die sogenannten Rutas del Vino: Hier erwarten Sie außergewöhnliche Erlebnisse für alle fünf Sinne.

 

Kurzum: Entdecken Sie bei einer Genusstour in Spanien die Haute Cuisine mit ihren einzigartigen Geschmackserlebnissen!

Ein Genuss für die Sinne. © Monastrell.